Freitag, 6. November 2026
Nochmal Schönfelder Hochland: von Weißig aus zum Hutberg, zum Napoleonstein, weiter nach Schullwitz und auf dem Alten Bahndamm zurück nach Weißig, 12,5 km, 179 Höhenmeter Anstieg, 175 Höhenmeter Abstieg
Bei der letzten Wanderung am 27.10. hatten wir überlegt, noch einen Abstecher zum Napoleonstein zu unternehmen – es war uns dann doch zu viel. Heute wollten wir nun in der Nähe von Weißig wandern und die Besteigung nachholen.
Wir starteten eher spät am Vormittag, weil es lange neblig war. Als wir in Bühlau ankamen, war es sonnig und der Himmel war blau. Wir fuhren mit dem Bus nach Weißig und starteten unsere Tour an der Haltestelle „Am Weißiger Bach“, zu der wir am Ende auch wieder zurückkehrten. Von dort aus kann man den Hutberg bereits sehen. Er ist eher ein Hügel, ebenso der Napoleonstein, ca. 2 km östlich vom Hutberg gelegen.
Früher, als ich noch in Bühlau gewohnt habe und dort zur Schule ging, führten viele Ausflüge und Exkursionen ins Schönfelder Hochland und auch zum Hutberg. Der Weg hinauf ist markiert, grüner Punkt auf weißem Untergrund. Er führt an einem ziemlich verlandeten Teich vorbei. Ich dachte, dieser Teich würde nun nicht mehr existieren, aber das war ein Irrtum. Gut erinnere ich mich noch an eine Exkursion, bei der unser Biologielehrer, der den Spitznamen „Der Affe“ trug, dort um diesen Tümpel herumschlich und dabei wie ein Neandertaler aussah. Das hat für allgemeine Heiterkeit gesorgt. Ich fand den Lehrer unmöglich und hasste auch das Fach Biologie. Aber die Erinnerung war nun doch mit etwas Wehmut verbunden.
Vom Teich aus führte der Weg weiter zu einem Steinbruch. Von dort aus hatte man schon gute Aussicht über Weißig und zur Dresdner Heide. Und in südlicher Richtung sah man die Kirche von Weißig und dahinter das Hochland. Früher kam mir der Hutberg viel höher vor. Am Südhang wurde im Winter gerodelt. Mir war die Rodelbahn jedoch zu lang und zu steil. Mein Bruder war ganz begeistert davon, aber ich bin immer etwas seitwärts davon über die Wiese gerodelt. Der Hutberg ist überwiegend bewaldet und erst in östlicher Richtung, wo der Pfad in Richtung Napoleonstein weitergeht, gibt es ein Stück Wiese. Der Weg, der zunächst hinunter und über ein Feld führt, ist eher ein Pfad. Er führt dann hinter ein paar Grundstücken entlang; wir waren auf dem Schönfeld-Weißiger Bergweg angekommen. Doch der Weg endete plötzlich an einem verschlossenen Tor zu einem Grundstück. An dem Tor befand sich ein Schild „Privatgrundstück, Zutritt verboten“. Da war Weitergehen nicht ratsam. Zurückgehen wollten wir auch nicht, also bogen wir nach rechts ab, um das Grundstück zu umgehen. Dahinter war wieder das Feld zu sehen. Doch plötzlich standen wir vor einem Zaun, hinter dem ein Pfad verlief. Normalerweise hätte ich nicht hinübersteigen können, aber es gab eine Stelle, wo das Gelände anstieg und sich ein Pfosten befand, an dem man sich festhalten konnte: dort stiegen wir hinüber, konnten das Grundstück umgehen und befanden uns wieder auf dem grün-weiß markierten Wanderweg. Gelegentlich unterbrechen Privatgrundstücke Wanderwege, das ist uns schon früher passiert. Ärgerlich ist so etwas in jedem Fall, obwohl ich verstehen kann, dass die Leute ihre Grundstücke nicht für die Allgemeinheit öffnen wollen.
Auf der Straße „Am Hutberg“ gingen wir nun weiter nach Osten; dort geht es zum Napoleonstein. Am Ortsende ist der weitere Weg sogar ausgeschildert. Beim Aufstieg hatten wir wieder schöne Ausblicke in die Umgebung. Oben befinden sich eine Schutzhütte, ein Gedenkstein und eine Gedenktafel. Napoleon war wirklich dort und es hat auch Kämpfe gegeben. Der markierte Weg führt weiter nach Schullwitz, wo wir neulich schon waren. Wir kamen an eine Stelle, wo die Markierung links herum wies, doch wir waren uns nicht sicher, ob wir nun über den Acker laufen sollten oder durch das kleine Wäldchen, wo ein Pfad erkennbar war. Wir wählten den Pfad, der sich aber bald als eine Piste für Mountainbiker erwies: es gab größere Löcher im Weg und eine hölzerne Absprungstelle. Dann hörte der Pfad plötzlich auf, und wir gingen dann doch auf dem Acker weiter. Kurz vor Schullwitz kamen wir an ein paar Kleingärten vorbei und trafen schließlich auf eine Straße, der wir bis zum Alten Bahndamm folgten. Von dort aus ging es zurück nach Weißig. In der Sonne war es zeitweise warm, aber unter Bäumen und im Schatten war es kühl. An manchen Stellen war auch mittags noch Raureif zu sehen, so auf dem Napoleonstein. Bloß gut, dass wir neulich nicht versucht haben, noch weiter zu gehen. Die Irritationen bei der Wegfindung hätten wir am Ende der Tour nicht gebrauchen können, und nun hatten wir mehr Zeit für alles.
"Verlandungsgesellschaft" mit Erinnerungen, Aufstieg zum Hutberg
Die Stelle, wo wir über den Zaun gestiegen sind
Aufstieg zum Napoleonstein
Blick hinüber zum Triebenberg, auf dem wir neulich waren
Das war dann doch nicht der richtige Weg - man soll wohl links von dem Wäldchen über den Acker gehen.
Schließlich waren wir doch wieder richtig und gelangten zum asphaltierten Alten Bahndamm, auf dem man sich kaum verlaufen kann.














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