Montag, 25. Mai 2015

Elbsandsteingebirge: Tour zum Teichstein

Wir beginnen unsere Tour am Stadtpark in Bad Schandau: hier, am Kurpark, fährt die Kirnitzschtalbahn ab, die uns bis zum Lichtenhainer Wasserfall bringt. Man kann diese Strecke auch wandern, aber das Kirnitzschtal zieht sich in die Länge und wenn man dann noch weitere Ziele ansteuert, kann man sich leicht überfordern. Zu Pfingsten und bei Wanderwetter sind wir freilich nicht die Einzigen, die diese Verbindung wählen: besonders an den nachfolgenden Haltestellen füllt sich die Bahn mit vielen Wanderern. Aber es kommen alle mit und das Zugpersonal ist freundlich und entgegenkommend.

Am Lichtenhainer Wasserfall ist Endstation. Wir steigen aus und reihen uns in die Schar der Wanderer ein, die den Wegmarkierungen hangaufwärts folgen. Unser Ziel ist die Neumannmühle. Bald können wir auf den Flößersteig einbiegen, der uns wieder ans Wasser hinunter führt, wo wir lange Zeit ganz allein unterwegs sind. Wir lieben den Flößersteig! Er ist ein sehr reizvoller Weg, auf dem man der Kirnitzsch immer wieder nahe kommt. Es gibt Abschnitte, da ist der Flößersteig breit und sehr bequem zu gehen, aber dann folgen wieder naturbelassene Abschnitte, wo man ein bisschen aufpassen muss, wohin man tritt. Da ist er mal felsig, mal schmal und abschüssig – definitiv nichts für Leute, die schlecht zu Fuß sind.

An der Neumannmühle habe ich erstmals Satellitenempfang und kann von da aus die Strecke aufzeichnen. Nachträglich erst erfahre ich, dass wir bis dorthin ca. sieben Kilometer unterwegs waren. Von der Neumannmühle aus wandern wir wenige hundert Meter an der Straße entlang zur Buschmühle. Hier wählen wir den Weg, der von der Buschmühle aus über einen relativ steilen, mit Steinplatten bedeckten Weg bergauf führt. Das Ziel unserer heutigen Wanderung ist der Teichstein (412 m).

Wir haben uns eine recht raffiniert klingende Tour aus einem sehr schönen Wanderblog herausgesucht. Ich habe meine Zweifel, ob wir den Weg genauso finden wie beschrieben, und überlasse es den Männern, mit der Beschreibung zurechtzukommen. Im Elbsandsteingebirge sind viele Wege aus Naturschutzgründen nicht mehr markiert, viele werden auch nicht mehr gepflegt. Grün gekennzeichnete Bergpfade, die technisch anspruchsvoller sind als die markierten Hauptwege, sind mitunter nicht so leicht zu finden; ebenso ist es mit den schwarz markierten Zustiegen zu den Kletterfelsen. Bei unserer Tour handelt es sich nicht um solch anspruchsvolle Wege, eher um Forstwege und Pfade. Ohne Markierungen ist es manchmal nicht so leicht, sich zu orientieren.

Bis zur zweiten Messstation, die links von uns im Wald auftaucht, kommen wir auch gut klar. Dann aber nehmen wir den falschen Abzweig: als sich vor einem Hochsitz der Weg gabelt, gehen wir links herum und wandern eine Runde, die uns ein ganzes Stück zurück bringt bis fast an den Ausgangspunkt. Noch einmal geht es bergauf, wieder kommen wir zur Messstation und gehen nun am Hochsitz rechts herum – eine andere Variante haben wir nicht. Dieser Weg führt uns tatsächlich zum Teichstein und ein ganzes Stück um ihn herum, bis wir an eine Wegkreuzung mit Hinweisschildern kommen, wo auch der Steig hinauf abzweigt. Kurz, teilweise steil und mit Ketten gesichert, führt er nach oben.

Bis zur Aussicht geht es noch ein ganzes Stück oben entlang in westlicher Richtung. Die Ausblicke vom Teichstein sind äußerst lohnend. Das scheint sich inzwischen auch herumgesprochen zu haben, denn wir sind keineswegs allein dort. Es ist auch möglich, von der Neumannmühle aus den breiten und bequemen Weg zum Zeughaus zu nehmen und von dort aus den Teichstein zu besteigen. Unsere Suche nach dem Bärenfang endet allerdings erfolglos irgendwo im Wald: wir sehen zwar den Weg zum Zeughaus, aber keinen Bärenfang, und gehen ein Stück querfeldein hinunter.

Am Zeughaus ergeben sich weitere Möglichkeiten. Da uns der Umweg den einen oder anderen Kilometer und auch ein paar zusätzliche Höhenmeter beschert hat, geben wir die ursprüngliche Idee auf, über den Großen Winterberg nach Schmilka zu wandern. Ein entscheidendes Argument dagegen ist auch die Tatsache, dass die Züge Richtung Schöna und zurück nur stündlich verkehren. Also wandern wir lieber auf dem breiten Weg Richtung Kirnitzschtal, wo die Bahn aller halben Stunden fährt. An der Neumannmühle angekommen, sind unsere Söhne dafür, mit dem Wanderbus abzukürzen, der dann auch pünktlich fünfzehn Minuten später eintrifft. Eine halbe Stunde später kommen wir wieder am Kurpark an. Diesen Bus, der zwischen Bad Schandau und Hinterhermsdorf verkehrt, werden wir sicher wieder einmal nutzen! Es gibt so viele schöne Tourenmöglichkeiten rund ums Kirnitzschtal. Nach einer ausgiebigen Kaffeepause im „Lindenhof“ entscheiden sich die jungen Leute, im Hotel auszuruhen, während die beiden Alten nochmal losgehen. Christian und ich möchten zur Rathmannsdorfer Höhe, aber als wir den Aufstieg zur Schlossbastei entdecken, ändern wir spontan unseren Plan und gehen am Hang treppauf. Dieser kleine Abstecher zur Ruine ist durchaus zu empfehlen! Man kann sogar den Turm besteigen. Wir gehen von dort aus geradeaus weiter und an einer Kleingartenanlage vorbei, in der Hoffnung, einen Abzweig nach Rathmannsdorf zu finden. Eine Möglichkeit bietet sich an: es geht blau-weiß markiert Richtung Altendorf und weiter nach Goßdorf-Kohlmühle – eine Strecke, die wir schon gewandert sind. Irgendwo muss, der Beschilderung nach, auch ein Weg nach Rathmannsdorf sein. Also gehen wir noch ein Stück, überqueren zunächst die Straße nach Altendorf und kommen an der Straße nach Goßdorf heraus. Hier müssen wir ein ganzes Stück am Straßenrand entlang gehen und entfernen uns immer weiter von Bad Schandau. Dann endlich kommt der Abweig nach Rathmannsdorf, eindeutig gekennzeichnet mit einem Hinweisschild „zum Turm“. Wir gehen wieder am Straßenrand bis in den Ort hinein, um den Panoramaweg zu treffen. Hier oben auf der Höhe ist die Aussicht überwältigend; das Wetter ist auch weniger unbeständig als am Vormittag. Den Aussichtsturm besteigen wir jedoch nicht, sondern wandern zurück nach Bad Schandau, um zur verabredeten Zeit wieder im Hotel zu sein. Wir Älteren haben insgesamt 26 Kilometer zurückgelegt bei 1.270 Höhenmetern Anstieg und 1.459 Höhenmetern Abstieg. Unsere Söhne waren auch knapp 20 Kilometer unterwegs gewesen.

Samstag, 16. Mai 2015

Osterzgebirgstour: Geisingberg – Sachsenhöhe – Löwenhainer Höhe – Kohlhaukuppe

Das Osterzgebirge ist eine unserer Lieblingsgegenden, und eigentlich wären wir gern regelmäßig dort. Aber oft spielt das Wetter nicht mit, mal hat man anderes vor, mal gar keine Zeit oder keine Energie für solch eine Tour.

Als wir neulich mit dem Zug aus dem Wien-Urlaub zurückkamen, fuhren wir auch durch Heidenau und sahen natürlich – wie immer – sehnsüchtig zum Gleis am anderen Ende des Bahnhofs, wo immer der Zug nach Altenberg abfährt. Und fast gleichzeitig meinten wir: es wird mal wieder Zeit für eine Tour ins Erzgebirge.

Heute ist es nun so weit: wir nehmen den 7.41-Uhr-Bus von Dresden Hauptbahnhof aus nach Altenberg und sind kurz vor neun Uhr dort. Unser erstes Ziel ist der Geisingberg (824 m). Von Altenberg sieht er nicht so markant aus wie oft geschildert, aber von Geising wirkt er schon imposanter. Wir wandern zunächst an der Pinge vorbei und treffen später den blau-weiß markierten Kammweg, dem wir bis zum Gipfel folgen. Wir sind etwa 30 Minuten bis oben unterwegs. Anstrengend ist das noch nicht – Altenberg liegt ja bereits 750 Meter hoch. Von Geising aus (600 Meter) sind es ein paar Höhenmeter mehr: der Kammweg, der in Geising beginnt, ist sehr schön und absolut empfehlenswert.

Im Osterzgebirge braucht man, um sich anzustrengen, einige Kilometer und idealerweise noch ein, zwei Anstiege. Es geht uns heute gar nicht so sehr um den Gipfel: wir waren gekommen, um an den Wiesen an der Nordostseite des Geisingberges entlang zu wandern. Diese Bergwiesen stehen unter Naturschutz und es sind seltene Pflanzen dort zu finden. (Auf der verlinkten Seite gibt es wunderschöne Panoramafotos, sogar mit Ton – mehr Einladung zum Wandern geht nicht!).

Der mit einem grünen Punkt markierte Weg vom Gipfel nach Bärenstein führt an diesen Wiesen vorbei und ist zu allen Jahreszeiten empfehlenswert. Im Frühsommer finde ich die Wiesen und die Gegend fast am schönsten. Als Städter kann man sich nie satt sehen an all dem Grün, aber hier oben kann man sich schon ziemlich gut sättigen! In der Baude am Geisingberg ist man uns freundlicherweise mit Tipps und einem Flyer behilflich: in zwei bis drei Wochen, heißt es, würde die Wanderung noch lohnender sein. Vielleicht kommen wir dann nochmal… aber auch heute ist die Stimmung schon sehr schön: das intensive Grün der Wiesen, der blühende Löwenzahn, und an einigen Stellen blüht schon das Knabenkraut! Wir wandern nicht bis nach Bärenstein, sondern nur bis zur Sachsenhöhe (632 m). Auf dem Wanderweg gelangen wir nicht bis an den höchsten Punkt, sondern biegen auf einen als Reitweg gekennzeichneten Weg ein, wo sich später auch eine grüne und eine gelbe Markierung zeigen. Hier an der Sachsenhöhe gibt es viele eingezäunte, eingestürzte Stollen – man sollte also nicht von den Wegen abweichen. Wir erinnern uns, schon einmal hier herumgeirrt zu sein; einen deutlichen Weg nach Lauenstein fanden wir damals nicht und gingen zum Schluss ein Stück querfeldein talwärts. Hier scheint sich einiges verändert zu haben: alte Wege sind zwar noch zu erkennen, aber offensichtlich aufgegeben, neue wurden angelegt. Wir gelangen auf eine Bergwiese nördlich von Lauenstein und von dort aus geht es rot markiert entlang bis zum Bahnhof: sehr hübsch, dieser Weg am Hang entlang.

In Lauenstein gehen wir weiter bis zum historischen Marktplatz. Dieser macht – leider – derzeit einen etwas verschlafenen Eindruck. Das Schloss Lauenstein ist unbedingt einen Besuch wert – das machen wir auch mal wieder. Wir gehen noch ein Stück durch den Ort und folgen dem Wanderweg am Bad entlang zur Schäferei und weiter nach Geising. Man gelangt über die Löwenhainer Höhe dorthin, eine wunderschöne, ruhige, sehr „erzgebirgische“ Landschaft mit Wiesen, Steinrücken, Kuppen und Wald. Auch hier gibt es viele Pfade, alte und neue Wege, einige kennen wir, einige noch nicht, und am liebsten möchten wir alle ausprobieren! Vom Leitenweg aus wandern wir hinunter nach Geising. Hier könnten wir unsere Tour beenden und zum Bahnhof gehen, aber es ist noch zu früh am Tag, und wir möchten gern irgendwo einkehren und schön sitzen. Deshalb beschließen wir, zur Kohlhaukuppe (785 m) zu wandern. Von Geising aus ist man relativ schnell dort oben.

Die Kohlhaukuppe bietet eine gute Aussicht, sogar einen Turm, und eine kleine, gemütliche Bergbaude mit guter Küche. Normalerweise hätten uns die Knoblauchspezialitäten gereizt, aber es ist warm geworden, und da genügen Eis, Eiskaffee und kalte Getränke an einem aussichtsreichen Platz, von dem man die Bergarbeiter-Siedlung, weiter hinten Altenberg mit der Pinge und natürlich den Geisingberg sehen kann: so ist die Welt in Ordnung! Der Frühsommer ist doch eine wunderbare Zeit zum Wandern! Es gab Tage, an denen wir unbedingt viele Kilometer schaffen wollten, aber heute geht es uns immer mehr darum, während einer Tour auch inne zu halten und zu genießen. Wir gehen den „schwierigen“ Weg von der Kohlhaukuppe aus nach Geising, den man nicht wählen muss: es gibt mehrere Aufstiege auf diesen kleinen, netten Berg, fast alle – bis auf diesen Pfad an der Nordwestseite, sind kinderwagentauglich. Halbwegs geübte Wanderer mit passendem Schuhwerk brauchen sich vor dem „schwierigen“ Weg nicht fürchten: da lauern weder Abgründe noch Kletterstellen, er ist nur etwas buckelig und steiler als die anderen Aufstiege.

Geising ist ein wunderschöner Ort, wo sich ein Bummel lohnt. Vom Bahnhof aus fahren wir, die Tageskarte ausnutzend, zunächst bergauf nach Altenberg – absolut erlebenswert, wie der Zug den Geisingberg ein Stück umrundet. Nach einer kurzen Pause geht es wieder talwärts, entlang der Müglitz, bis nach Heidenau, wo man in die S-Bahn nach Dresden umsteigen kann. Eine schöne Tour war es, nicht zu knapp, nicht zu umfangreich: 19 Kilometer haben wir in sechseinhalb Stunden Gehzeit zurückgelegt, 928 Hm Anstieg, 1085 Hm Abstieg.

Sonntag, 10. Mai 2015

Seltene Blüten und Hochbeet

Wir hatten viele Jahre lang einen Gemüsegarten. Allmählich meldet sich die Lust aufs Nutzgärtnern zurück. Und bevor wir - vielleicht - einen passenden kleinen Garten finden, nutzen wir den vorhandenen Platz. Das Hochbeet passte gerade noch in den Hof hinein ;-) und ich kann es gar nicht erwarten, bis unsere beiden Tomatenpflanzen Früchte tragen. Freude macht mir auch der seit Jahren völlig unscheinbare Kaktus, den ich beinahe schon weggeworfen hätte. Die üppige Blüte dieser bescheidenen Pflanze ist schon etwas Besonderes. Und mit etwas Phantasie (das Foto ist leider nicht so gut) kann man die nächste Knospe erkennen.

Sonntag, 26. April 2015

Panoramaweg Struppen von Königstein aus

Der Panoramaweg Struppen ist eine Möglichkeit, sich den Tafelbergen des Elbsandsteingebirges auf weniger bekannte Weise zu nähern. Man geht am besten von Obervogelgesang aus auf die Berge zu. Dazu folgt man dem Malerweg (Aufstieg links hinter der Bahnunterführung) hinauf zur Königsnase, einem kleinen Aussichtspunkt oberhalb ehemaliger Steinbrüche. Von hier aus folgt man der grünen Wegmarkierung. Wir starten zu unserer Tour allerdings von Königstein aus. Hier könnte man der wirklich sehenswerten Festung einen Besuch abstatten. Wir entscheiden uns aber anders und folgen dem markierten Wanderweg zum Pfaffenstein. Noch im Ort Königstein zweigt rechts der sogenannte Quirlweg ab, dem man bis zum Wald folgt. Hier hat man die Möglichkeit, den Quirl auf einem rot markierten Weg zu umrunden. Wir entscheiden uns, weiter geradeaus zum Kanonenweg zu gehen. Der Kanonenweg befindet sich an der Südseite des Quirl, er ist ausgeschildert und kann kaum verfehlt werden. Über einen mäßigen Anstieg gelangt man auf das große Gipfelplateau des Tafelberges. Der Quirl ist relativ dicht bewaldet und nur an einigen Punkten sind Ausblicke in die Umgebung möglich. Er fasziniert mich, weil er weniger überlaufen ist als andere Steine im Elbsandsteingebirge: normalerweise ist es still dort oben und der Wald wirkt ein bisschen verwunschen. Leider ist der Wald durch gründlichen Holzschlag gelichtet worden; der Kanonenweg ist mit Wurzeln und Ästen teilweise bedeckt, von Schleifspuren beschädigt und man kann hoffen, dass die gröbsten Stolperstellen wieder entschärft werden. Mehrere Pfade verlaufen über den Quirl, und es gibt auch deutliche und weniger deutliche Auf- und Abstiege an der Nord- und Westseite. Ein Abstieg an der Nordseite ist auf unserer Wanderkarte noch gestrichelt gekennzeichnet; wir haben ihn auf einer anderen Tour vergebens gesucht. Vom Gipfel aus sind die Treppenstufen aber gut zu sehen, und wir verlassen an dieser Stelle das Plateau, um noch ein Stück auf dem roten Wanderweg um den Stein herum zu gehen. Wir müssen wieder den Quirlweg zurück nach Königstein nehmen, biegen dann oben im Ort links ab und folgen dem Rundweg Königstein, der von einem schönen kleinen Aussichtspunkt aus talwärts zur Kirche verläuft. Hinter der Kirche folgen wir dem blau-weiß markierten Weg zur Festung Königstein. Hier ist es ziemlich schwül; der Wetterumschwung macht sich bereits bemerkbar. Immer wieder steigt der Weg an, manchmal steiler, manchmal sanfter, bis man schließlich rechts oben die Festungsmauern erkennt. Man geht bis zum Busparkplatz unterhalb der Festung, von wo man aus entweder mit dem Fahrstuhl oder zu Fuß hinauf gelangt. Wir entscheiden uns, erst einmal Pause zu machen und uns am Imbiss mit Eiscafé zu stärken. Die Festung kennen wir bereits und so gehen wir rot-weiß markiert weiter Richtung Thürmsdorf. Auch diesen Weg kennen wir schon: wir sind ihn von Rathen aus zur Festung gegangen. Dieses Mal aber ist noch eine kleine Pause in Thürmsdorf geplant. Wir möchten nun endlich die Schokoladenmanufaktur am Schloss aufsuchen (Danke für den Tipp, Kathi!) und die köstliche Trinkschokolade probieren. Man sitzt dort bei schönem Wetter gut im Freien, aber auch drinnen ist eine Kaffeepause möglich. Die Manufaktur liegt direkt am Malerweg und ein Stopp ist sehr empfehlenswert. Nach unserer Pause geht es weiter zum Kleinen Bärenstein. Der Weg geht direkt hinter dem Schloss bergauf und führt zunächst durch einen hübschen Park. Wir folgen der rot-weißen Markierung bis zum Gipfel, wo man wiederum eine schöne Aussicht auf Königstein, Lilienstein und Pfaffenstein hat – sogar die etwas weiter entfernte Kaiserkrone ist zu sehen. Inzwischen ist es bewölkt und windig geworden. Der Kleine Bärenstein ist problemlos über Treppen und Stiegen zu erreichen. Der Aufstieg zum Großen Bärenstein soll anspruchsvoller sein – das probieren wir mal später. Weiter geht es auf einem Feldweg nach Naundorf. Im Ort biegen wir links zum Panaromaweg Richtung Obervogelgesang/Königsnase ab, der grün markiert ist und eigentlich nicht verfehlt werden kann. Es besteht auch die Möglichkeit, von Naundorf aus den Malerweg oberhalb der Steinbrüche zu gehen, den wir schon einmal verfehlt haben und unbedingt mal gehen möchten. Unser Weg ist aber auch interessant: er verläuft oben auf der Hochebene an Feldern entlang und man sieht gut den Königstein und die Bärensteine, später auch die Elbhänge mit dem Dresdner Fernsehturm. Interessant ist auch das Rittergut Struppen am Wegrand und ein Rastplatz mit einem Hinweis auf die Struppener Windmühle, die aber nicht mehr existiert. Der für mich schönste Wegabschnitt verläuft oben im Wald geradeaus Richtung Elbe und Könignase. Von der Könignase aus kann man schon den Bahnhof Obervogelgesang sehen. Zum Bahnsteig Richtung Dresden gelangt man vom gegenüberliegenden Gleis aus durch einen kleinen Tunnel – wir haben diesen Durchgang dort nicht vermutet und sind noch ein Stück außen herum Richtung Wehlen gegangen. Vom Elberadweg aus gibt es keinen direkten Zugang zum Bahnhof! Nun kennen wir sowohl den Panoramaweg als auch den Aufstieg zum Malerweg, denn dieser Wegabschnitt oberhalb des Steinbruches interessiert uns sehr und von der Königsnase aus kann man ihn nicht verfehlen. Leider kann ich keine Kilometerangabe liefern: bin zu einem frühen Zeitpunkt der Tour versehentlich auf die Stopp-Taste meiner GPS-Uhr gekommen. Wir waren auf dieser Strecke inklusive Pausen sieben Stunden unterwegs. Wir fanden die Tour angenehm zu gehen und nicht zu anstrengend, gut für den Beginn der Wandersaison.

Sonntag, 19. April 2015

Die Wildtulpen, die jetzt rund um unseren Teich blühen, gehören zu meinen Lieblingsblumen. Aber auch die Sumpfdotterblumen sind immer wieder schön, und dem aufmerksamen Betrachter fällt vielleicht der Waldmeister neben den roten Tulpen auf: es wird also bald wieder Maibowle geben!

Sonntag, 15. März 2015

Burg Stolpen und Märzenbecherwiesen

Unser Ausflug begann am Sonnabend mit der Anreise nach Stolpen. Wir fuhren von Dresden aus mit der S-Bahn nach Pirna und stiegen um in die Städtebahn Sachsen. Der Haltepunkt Stolpen befindet sich etwas außerhalb des Ortes. Schon vom Zug aus konnten wir die Burg Stolpen sehen, die auf einem Basalthügel thront. An einer Kreuzung wählten wir den direkten, kürzeren Aufstieg Richtung Marktplatz. Er ist ein Stück steiler und führt durch eine Allee. Kalt und regnerisch war es – kein ideales Ausflugswetter. Aber die Wetterprognosen für unseren morgigen Wandertag waren nicht schlecht und am Nachmittag wollten wir ja nur die Burg ansehen. Dafür passte es schon. Die Burg ist von einem kleinen Park umgeben und dort gelangt man auch hinauf. Ein weiterer Weg verläuft vom Marktplatz aus direkt zum Haupttor. Wir waren schon ewig nicht mehr auf der Burg Stolpen gewesen. Ich fand sie schon als Kind sehr interessant und romantisch; sie ist nicht so überlaufen wie die Festung Königstein und auf jeden Fall einen Besuch wert. Seit unserem letzten Besuch hat sich vieles zum Positiven verändert. Auch Kellerräume der Burg sind nun zugänglich geworden. Der Coselturm, in dem die Mätresse August des Starken viele Jahre ihres Lebens verbrachte, ist derzeit wegen Bauarbeiten nicht zugänglich. Die Besichtigung der Burg war dennoch lohnend; und erst nach knapp zwei Stunden gingen wir zum Hotel „Goldener Löwe“ am Marktplatz, wo wir übernachten würden. Hotel und Restaurant sind überaus empfehlenswert! Am Sonntag machten wir uns nach dem Frühstück auf zur Wanderung. Schon am Ortsende entdeckten wir die ersten blühenden Märzenbecher. Wir sind ziemlich sicher, bald mal wieder einen Ausflug nach Stolpen zu machen! Nun aber lockte unser nächstes Ziel: die Märzenbecherwiesen im Polenztal. Dresdens Umgebung bietet so viele Wandermöglichkeiten, so viel Naturschönheit, und nur damit ist es zu erklären, dass wir seit vielen, vielen Jahren nicht zu den Märzenbecherwiesen gewandert sind. Moderne Informationsmöglichkeiten erleichtern es Wanderern enorm, ihre Touren zu planen: es gibt einen liebevoll gepflegten Blog über die Märzenbecherwiesen, wo man sich über die Bedingungen im Polenztal informieren kann. Von Stolpen aus gibt es zwei markierte Wanderwege dorthin: grün-weiß über Langenwolmsdorf und gelb-weiß über Heeselicht. Auf diesen Strecken verläuft auch ein sehr schöner Rundweg. Wir wählten den grün-weiß markierten Weg, weil wir noch einen kleinen Aussichtspunkt „Bergers Höhe“ auf 350 m aufsuchen wollten. Man gelangt über einen Plattenweg dorthin und hat einen schönen Ausblick auf die Burg Stolpen. Anschließend kehrten wir wieder zum Wanderweg zurück und folgten weiter unserer Markierung bis hinunter ins Polenztal. An der Bockmühle sahen wir viele Autos parken, viele Wanderer, die sich auf den Weg machten – und viele Märzenbecher! Die Märzenbecherwiesen sind Naturschutzgebiet. Man darf sie nicht betreten, weswegen ich nur wenige Nahaufnahmen von Märzenbechern machen konnte. Das Teleobjektiv hatte ich vergessen… Der Wanderweg durchs Polenztal führt nicht immer am Wasser entlang. An manchen Stellen geht es auch ein Stück bergauf, zeitweise sogar durch felsiges Gelände. Feste Schuhe sind unbedingt empfehlenswert; an den steinigen und teils rutschigen Stellen ist Konzentration und Trittsicherheit nötig. Eine Stelle ist mit Eisenklammern gesichert. Meist ist der Weg jedoch leicht und gut begehbar. Es gibt mehrere Einkehrmöglichkeiten im Polenztal: Bockmühle und Scheibenmühle, auch die Rußigmühle weiter unten im Tal waren geöffnet. Uns war es jedoch zu früh am Tag, um dort zu pausieren. Während es auf dem Hügelland um Stolpen noch recht rau war, war es im Polenztal mit acht, neun Grad schon relativ mild. Die Sonne zeigte sich zwar nur selten, aber es war nicht unfreundlich. Vermisst haben wir Bänke und Rastplätze im Freien. An der Scheibenmühle zweigt der Rundweg Richtung Heeselicht ab, den wir sicher ein andermal ausprobieren werden. Wir wollten noch weiter durchs Polenztal wandern. An der Heeselichtmühle werden Besucher durch ein Schild gewarnt, dass sie sich auf eigene Gefahr auf ein Privatgrundstück begeben, wo zwei Hunde frei herumlaufen. Nun ist es so, dass der Wanderweg durch dieses Grundstück verläuft. Wer sich der Gefahr durch die Hunde nicht aussetzen möchte, kann also nur umkehren. Wir hatten Glück; Leute, die nach uns kamen, wurden angebellt. Ich glaube nicht, dass ich diesen Wegabschnitt noch einmal gehen möchte! Weiter unten im Tal war auch die Polenztalschänke geöffnet. Hier hätten wir nun gern einen Kaffee getrunken, aber dazu hätten wir hineingehen müssen und inmitten von Mittaggästen … das war uns zu aufwändig. Es ist noch Wander-Nebensaison, keine Biergarten – und Schnellausschankzeit. Das nächste Mal müssen unsere Outdoor-Sitzkissen mit. Dieses Mal konnten wir nur im Stehen pausieren. Aber wir hofften auf den hübschen und oft auch außerhalb der Saison geöffneten Ausschank der Waltersdorfer Mühle. Das untere Polenztal ist eine wildromantische Schlucht, umgeben von den typischen Felsformationen des Elbsandsteingebirges. Es gibt viele bemooste Baumstämme und Steine. Die Waltersdorfer Mühle lockte mit einem Schild „Wir haben für Sie geöffnet“. Leider war niemand am Ausschank. Nachdem wir einige Minuten gewartet hatten, brachen wir wieder auf. Wir hätten wohl mehr Geduld haben sollen, aber wir waren vom Service im „Goldenen Löwen“ verwöhnt und außerdem war das Wetter noch nicht so, dass wir länger hätten im Freien herumstehen wollen. Über den Füllhölzelweg gelangten wir relativ schnell und direkt nach Rathen. Da wir die S-Bahn kurz vor 15 Uhr knapp verpassten und die nächste erst eine Stunde später abfuhr, gab es doch noch Kaffee und Kuchen im Café am Bahnhof. Unsere Wanderung hat etwa fünf Stunden gedauert. Leider hat uns die Technik beim Aufzeichnen der Strecke im Stich gelassen, so dass ich keine Kilometer angeben kann.

Sonntag, 8. März 2015

Frohsinn

Meine Lieblings-Krokusse blühen! Ich habe Platz im Hof geschaffen für etwas Neues, das ich sicher auch bald fotografieren werde, und das erste Mal in diesem Jahr im Garten in der Sonne gesessen. Anlass zur Freude war mir aber auch das Fotoalbum, das am Freitag geliefert wurde. Diese Möglichkeit, sich aus den eigenen Fotos ein Album erstellen zu lassen, kann ich nur empfehlen. Ich werde nach und nach zu allen größeren Reisen Alben zusammenstellen - vergangenen und auch künftigen.