Sonntag, 6. November 2022

30.10.22 Kleiner Ausflug nach Koskinou

Sonntag – und unser letzter kompletter Tag hier auf Rhodos! Wir beschlossen, den Tag ruhig zu verbringen, denn wir waren doch relativ häufig unterwegs gewesen und hatten Strand und Hotelanlage noch gar nicht richtig genutzt. Es war auch nochmal richtig warm. Gleich nach dem Frühstück ging ich hinunter an den Hotelstrand zum Schwimmen. Außer mir war noch niemand dort, und es war doch schon sonnig, schließlich hatten wir die Uhr eine Stunde zurückgestellt. Es war ganz klar dort im Wasser, wunderbare Sicht und viele Fische. Ich sah einen ziemlich langen Trompetenfisch. Wie schade, dass meine eigentlich wasserdichte Kamera nicht mehr funktioniert. Wenn es nochmal einen Urlaub mit Gelegenheit zum Schnorcheln gibt, kaufe ich mir eine richtige Unterwasserkamera.

Eine Kleinigkeit wollten wir doch noch unternehmen. Täglich wird eine Fahrt vom Hotel mit einer „Bimmelbahn“ in den Ort Koskinou angeboten, wo man schöne alte Häuser anschauen kann. Eine Anmeldung war nicht nötig. Wir wurden vom Hotel abgeholt und dann ging es hinter dem Berg, den man vom Hotel aus sieht, den Hang hinauf, wo sich Koskinou befindet. Wir hatten dort 1 ½ Stunden Aufenthalt, besichtigten zunächst die Kirche und machten dann einen Rundgang durch den Ort. Die Häuser, in die man manchmal sogar hineingehen kann, waren aber geschlossen, da Sonntag war. Dennoch war der Rundgang durch die verwinkelten Gassen interessant. Wir mussten dann das Handy zu Hilfe nehmen, um zur Kirche zurückzufinden. Von dort aus fanden wir dann problemlos den kleinen Marktplatz, wo die Bimmelbahn wieder abfahren würde. Wir machten eine Kaffeepause und verfütterten dort ein Würstchen an drei Katzen, die herankamen. Nach dem kleinen Ausflug ging es zurück ins Hotel. Christian blieb im Zimmer und auf dem Balkon, ich ging an den Strand und verbrachte den Nachmittag mit Schnorcheln und Lesen. Das war auch mal schön. Das letzte Abendessen, morgen dann das letzte Frühstück im Hotel - danach Transfer und Heimflug nach Dresden. Rhodos ist eine sehr schöne, gastfreundliche Insel mit interessanter Geschichte. Wenn wir noch einmal dorthin reisen, dann unbedingt mit mehr Zeit.

29.10.22 Inselrundfahrt

Wir starteten kurz nach acht Uhr zu unserem letzten Tagesausflug, einer Inselrundfahrt. Unser Reiseleiter Nikos von der Symi-Tour stieg mit bei uns beim Hotel ein. Da freuten wir uns gleich, denn wir hatten so viele Detailinfos von ihm erhalten – da stand uns ein ausgefüllter und interessanter Tag bevor.

Der Bus umfuhr Rhodos-Stadt und wir kamen an die Westküste der Insel. Dort ging es hinauf auf einen Berg, wo sich früher die Akropolis der Stadt Ialyssos befand. Ialyssos selbst lag unterhalb davon und wurde überbaut. Auf dem Berg befindet sich heute das Kloster Filomeros mit einer alten Kirche. Und es gibt einen Aussichtspunkt mit einer beeindruckenden Sicht aufs Meer. Ein Kreuzweg stammte noch aus der italienischen Besatzungszeit. Auf dem Berg leben 250 Pfauen und sie sind gar nicht scheu.

Nach einem Rundgang fuhren wir bis zur antiken Stadt Kamiros. Das ist eine beeindruckende Ruinenanlage, die ausgegraben wurde. Sie lag geschützt an einem Berghang und unten in der Bucht war ein Hafen. Die Akropolis von Kamiros hatte eine Säulenhalle, die 200 Meter lang war und somit größer als die von Lindos und Athen. Das alles zu Repräsentationszwecken erbaut worden. Man konnte die Hauptstraße durch die Stadt zur Agora, dem öffentlichen Zentrum der Stadt, gehen. Es gab auch ein öffentliches Bad. Das Wasser dafür wurde von einer Zisterne oben auf der Akropolis (Spitze der Stadt) durch eine Leitung nach unten geleitet. Wir erfuhren, dass es auf der Insel noch kein Straßennetz gab, sondern eher Ziegenpfade. Benutzt wurden Esel, Pferde, Wagen, aber in erster Linie Schiffe zur Verbindung zwischen den Städten und nach außerhalb.

Nach dem Besuch von Kamiros fuhren wir zu einer Weinprobe in der Nähe des Ortes Embonas. Dort kosteten wir Schnäpse (Tresterschnaps) sowie eine Art Ouzo mit Kaffee, und dann Weiß-, Rot- und Roséwein, erst trocken, dann süßer. Es waren aber nur kleine Mengen. Anschließend hatten wir Gelegenheit, dort Wein, Schnaps, aber auch Olivenöl, Honig und Naturkosmetik zu kaufen. Wir nahmen ein bisschen was mit, damit die Leute auch Geld verdienen, denn dazu werden die Touristen hingebracht. Anschließend ging es in den Ort hinein in eine Taverne, wo wir ein Menü serviert bekamen. Es kostete pro Person 14 € und darin waren drei Gänge enthalten: Salat, Zaziki, ein Hauptgang nach Wahl (ich nahm natürlich Moussaka) und anschließend noch Trauben, dazu Wasser und ein leichter Weißwein.

Wir erfuhren, dass die Touristensaison nun zu Ende geht. Am 13. November fliegt die letzte Chartermaschine nach Deutschland und durchgängig geöffnet sind nur noch drei Stadthotels in Rhodos für Geschäftsleute. Demzufolge war es überall schon ruhig, wo sonst viele Reisebusse herumfahren. Sehr angenehm, bei noch sommerlichem Wetter, was um diese Zeit auch nicht selbstverständlich ist. Auch in den Tavernen soll sonst viel mehr los sein. Auch unser Hotel schließt über den Winter.

Über dem Ort Embonas erhebt sich eine beeindruckende Bergkette, wo auch Wanderwege hinaufführen. Der höchste Gipfel der Kette ist über 1.200 Meter hoch. Dort fällt gelegentlich sogar Schnee, wenn auch nicht jedes Jahr.

Von dort fuhren wir weiter bis in den Ort Sianna, wo wir anhielten und eine orthodoxe Kirche besichtigten, wo auch fotografiert werden durfte. Dort gibt es auch einige Geschäfte und Tavernen. Anschließend fuhren wir durch das Dorf Monolithos. Von dort aus führt, wurde uns erzählt, ein sehr schöner Wanderweg durch die Berge. Er beginnt gegenüber vom Friedhof und soll markiert sein.

Nun war es Nachmittag geworden und wir fuhren mit dem Bus auf die andere Seite der Insel, zu den Orten Gennadi und Kiotani, wo es etliche Ferienhäuser am Meer gibt. Nächste Station war Lardos in der Nähe von Lindos, und danach ging es weiter nach Archangelos, Kolimbia und Afandou. In Afandou zweigt die Straße zum Ladiko-Strand ab. Dort befindet sich auch die Anthony-Quinn-Bucht, die ich unbedingt irgendwann nochmal mit mehr Zeit besuchen möchte. Danach kommt schon Faliraki. Dort gibt es viele mehrstöckige Hotels und im Sommer muss dort viel los sein. Der Sandstrand würde mich aber nicht reizen. Und an Faliraki schließt sich Kallithea an, wo wir ausstiegen. Das war wirklich eine interessante Fahrt, um einen Eindruck zu bekommen. Rhodos ist bergig und es gibt richtige Wälder, wir haben sogar vom Bus aus Damhirsche gesehen. Allerdings nur, weil nun schon Saisonausklang war. Wir haben unseren Zeitraum zum Besuch der Insel gut gewählt.

28.10.22 Vormittags Strand, nachmittags Stadtbummel in Rhodos

Nun hatten wir endlich einen Tag zur freien Verfügung! Eine Woche ist eben wirklich zu wenig, wenn man den Urlaubsort noch gar nicht kennt … Ich wollte ja vor allem den Hotelstrand mal ausprobieren. Das tat ich dann gleich nach dem Frühstück. Da ist auch die beste Zeit zum Schnorcheln, weil das Wasser noch klar ist und nicht aufgewirbelt von den vielen Badenden. Die Bucht von Kallithea ist zum Schnorcheln sehr gut geeignet. Dort wird auch getaucht, aber ich fand es vollkommen ausreichend, um die Felsen in Ufernähe herum zu schwimmen. Man braucht nicht unbedingt Taucherbrille und Schnorchel, auch eine größere Schwimmbrille ist ausreichend. Flossen oder Badeschuhe sind an steinigen Stränden ein Muss. .

Ein sandiger Abschnitt war ganz gut für Kinder geeignet. Kleinere blieben in Ufernähe, größere waren dann schon schnorchelnd im Wasser. Rechts und links gibt es felsige Einstiege mit Treppen ins Wasser. Ich habe viele Fische gesehen, auch einen langen, spitzen, wahrscheinlich einen Trompetenfisch, vielleicht auch eine Seenadel. Ich habe viele Fotos gemacht. Leider hat meine Unterwasserkamera am nächsten Badetag nicht mehr funktioniert.

Gegen 10 Uhr machten wir uns fertig, um in die Stadt zu fahren. Wir wussten, dass es wegen des griechischen Nationalfeiertages Einschränkungen geben würde, aber kaum waren wir an der Haltestelle vorm Hotel angekommen, kam schon der Bus, der bis in Hafennähe und Altstadt fährt. Am Hafen war eine Kundgebung mit Soldaten, deshalb bogen wir gleich in die historische Altstadt ein. Es war deutlich leerer als neulich und viele Geschäfte waren geschlossen, aber nicht alle. Wir bummelten in Ruhe durch die Gassen und gingen auch ins archäologische Museum, eine schöne Anlage mit ganz vielen Exponaten und auch einem schönen parkähnlichen Innenhof. Als wir wieder herauskamen, war es schon voller ringsum und mehr Läden und Restaurants hatten geöffnet. Wir tranken Kaffee und aßen Eis und bummelten anschließend noch am Hafen entlang, wo wieder drei Kreuzfahrschiffe lagen. Am Bushaltepunkt wurden wir angehalten, unsere Tickets dort zu kaufen, und auf denen standen dann gleich Bus und Abfahrtszeit, wieder der Bus nach Faliraki.

Am Abend genossen wir wieder das Essen im Hotelrestaurant. Obwohl nun deutlich weniger Gäste hier sind, wird eine große Vielfalt angeboten. Der Themenabend war, passend zum Nationalfeiertag, griechisch. Ich muss unbedingt die Auberginenröllchen ausprobieren, die es hier gab: frittierte Auberginen mit einer Füllung aus Tomaten- und Bechamelsoße, innen Rosinen.