Sonntag, 28. Februar 2021

Erinnerungen an Cordoba

Endlich habe ich ein Fotoalbum über den Andalusien-Urlaub 2017 erstellt. Und das eine oder andere Foto möchte ich hier einstellen. Beim Auffrischen der Erinnerungen kam wieder Begeisterung auf - und viel Dankbarkeit. Wir hatten wirklich schöne Jahre mit vielen besonderen Erlebnissen, Ausflügen, Kurzurlaub, längerem Urlaub. Und die Reise nach Andalusien war schon sehr gelungen. Gleich nach unserer Ankunft in Cordoba gingen wir durch einen kleinen Park, gepflegt, aber eben eher so ein Durchgangspark. Und dort blühten Kamelien, einfach so.

Es gibt wunderschöne Gassen und Innenhöfe.

Das absolute Highlight ist die Mezquita-Kathedrale... die Kathedrale wurde in die ehemalige Moschee hineingebaut.

Die sogenannte römische Brücke über den Guadalqivir steht dort, wo einst die echte Brücke aus der Römerzeit stand.

Samstag, 27. Februar 2021

Es kann losgehen

Nun wird es ja erstmal wieder kälter, aber Nistkasten und Umgebung sind nun so, wie ich das haben wollte. Unsere Wunschgäste, wenn sie denn kommen, brüten erst relativ spät, im April. Es ist eine Halbhöhle, dieser Kasten. Im Gemüsegarten haben wir einen zweiten Fledermauskasten angebracht, wobei wir nicht wissen, ob der erste, große und komfortable bewohnt ist, dafür hängt er zu weit oben an einem Baum. Aber es kam uns in letzten Sommer ein paar Mal so vor, als ob da jemand rausgeflattert ist. Der kleine Fledermauskasten ist direkt an der Laube angebracht. Es gibt Fledermausarten, die sich in unmittelbarer Nähe von Menschen ansiedeln. Vielleicht mache ich irgendwann mal Fotos von den Kästen.

Sonntag, 21. Februar 2021

Vorbereitungen

Man merkt, der Frühling kommt. Im vergangenen Sommer hatten wir längere Zeit einen Schlafgast auf unserem Fenstersims, einen jungen Rotschwanz. Das brachte mich auf die Idee, dort einen Nistkasten anzubringen. Gleich am nächsten Morgen, nachdem wir das getan hatten, saßen zwei Eichelhäher im Kirschbaum. Mir ist klar, dass man da wenig machen kann. Diese Räuber sind ja leider klug. Mir kam die Idee, eine Art künstliche Hecke davor anzubringen. Das ist nun geschehen. Dieses Teil soll langfristig auch begrünt werden. Gestern gab es schon die erste Besichtigung der kleinen Übergangsimmobilie: eine Meise hat den Kasten genau inspiziert, aber wohl nicht für geeignet empfunden - was ja auch logisch ist. Meisen gehen in andere Kästen. Und nun heißt es warten, ob unser Angebot angenommen wird.

Sonntag, 29. November 2020

Wieder einmal Lektüre

Die Situation ist absurd. Einerseits Lockdown und Verschärfungen, andererseits Urlaubsangebote auf allen Kanälen, um die Verwirrung perfekt zu machen. Da möchte ich nicht einmal mehr eigenen Sehnsüchten nachspüren, sondern lese lieber Krimis.

Die Reihe um den etwas eigenartigen Ermittler Nicolas Guerlain (Autor Benjamin Cors), der kein Polizist ist, sondern Personenschützer, hat mich nach anfänglichen Schwierigkeiten doch in ihren Bann gezogen. Der erste Teil war ziemlich mühsam zu lesen, aber die nachfolgenden Bände habe ich regelrecht verschlungen. Sie waren fokussierter als der erste Band, wo das Spiel mit verschiedenen Erzählsträngen zu übertrieben war. Der fünfte Band „Sturmwand“, der auf der Insel Chausey spielt, von der ich bisher noch nichts wusste, hat mir bisher am besten gefallen. Ich freue mich auf Band 6 „Schattenland“, angekündigt für nächstes Jahr.

Ein anderer, sehr spezieller Ermittler aus der Normandie ist Antoine Kirchner, eigentlich ein berühmter Journalist. Autor ist David Tanner. Bisher sind zwei Kriminalromane um Kirchner erschienen, der immer auf der Suche ist nach großen, skandalösen Geschichten – und manchmal geht es eben um brisante Morde, die zudem hoch angebunden sind. Zum Berufsethos von Kirchner kann man meinen, was man will (realistisch oder nicht) – atemberaubend sind diese Krimis auf jeden Fall; man kann wunderbar in die Geschichten eintauchen und vom Alltag abschalten. Nebenbei ist Kirchner auch ein begnadeter Hobbykoch, und die Beschreibungen seiner Menüs sind interessant, wenn auch eher nicht zur Nachahmung empfohlen für Durchschnitts-Hobbyköche. Den zweiten Band „Im Schatten des Mont Bisanne“ fand ich noch besser als den ersten „Mörderisches Arcachon“ und hoffe sehr auf eine Fortsetzung.

Aber: ich musste auch passen bei meiner Suche nach dem jeweils nächsten Krimi. Die hochgelobte Serie „Bruno – Chef de police“ von Martin Walker ist überhaupt nichts für mich. Ich habe nichts dagegen, wenn die Spannung allmählich steigt, aber behäbige Millieuschilderungen, in denen es auch dann noch dahinplätschert, wenn ein Verbrechen geschehen ist, lassen bei mir keine Freude aufkommen. Ich bin nicht allzu weit mit Band 1 gekommen – Einschlafgarantie, kann ich nur sagen, und werde nicht versuchen, mich dort noch einmal einzulesen.

Auch Band 1 von Jules Besson um den pensionierten deutschen Hauptkommissar Konrad Keller in Südfrankreich konnte mich nicht überzeugen. Ich habe das Buch ausgelesen, denn die Aufklärung des Falles (wenn auch vorhersehbar) interessierte mich schon, aber nachfolgende Bände möchte ich nicht mehr lesen.

Sehr, sehr begeistert haben mich die Geschichten um die Ermittlerin Anabela Silva (Autorin Carolina Conrad). Anabela ist in Deutschland als Tochter portugiesischer Einwanderer aufgewachsen, doch während einer Krise in der Lebensmitte verschlägt es sie wieder in die alte Heimat Portugal. Sie hilft als Dolmetscherin bei der Polizei aus und entdeckt ihr kriminalistisches Gespür. Mit ihrer Hartnäckigkeit dringt sie bald tief in den jeweiligen Fall ein. Erschienen sind bisher drei Bände und ich fand sie alle sehr gut: Überzeugende Charaktere, viel Lokalkolorit, Bezugnahmen auf Portugals Geschichte, aber auch gegenwärtige Probleme, und dazu ein wirklich angenehmer Humor – da passt einfach alles. Ich hoffe sehr, dass noch viele Bände folgen werden!

Und heute, am ersten Advent, ist für mich schon Weihnachten, denn für 2021 ist eine Fortsetzung meiner Lieblings-Krimiserie von Cay Rademacher angekündigt. In „Schweigendes Les Baux“ wird wieder Capitaine Roger Blanc ermitteln und ich bin sicher, dieses Buch ist ebenso spannend wie stilsicher erzählt.

Samstag, 24. Oktober 2020

Sehnsucht nach Madeira

Auf Madeira wäre ich gern einmal individuell unterwegs. Auf den Berg oben auf dem Foto kann man wandern. Aber es gibt auch viele Wandermöglichkeiten im Inneren der Insel.

Und es gibt richtig spektakuläre Wege an Steilufern entlang. Dafür war bei unserer Silvesterreise keine Zeit.

Für die Inselhauptstadt Funchal würde ich gern mehr Zeit haben.

Gern möchte ich auch noch einmal an die Nordküste, nach Porto Moniz. Dort gibt es ein hübsches Hotel, das ich mir vorgemerkt habe. Und ich möchte in einem dieser Meeresschwimmbecken schwimmen.

Das schönste Silvesterfeuerwerk? Ganz klar auf Madeira, in Funchal. Aber mir genügt es, es einmal miterlebt zu haben.

Samstag, 17. Oktober 2020

Lobos

Das hier ist eines meiner Lieblingsfotos: Der Blick hinüber nach Fuerteventura von Playa Blanca aus ist immer wieder schön und eigentlich jeden Tag ein bisschen anders. Interessant ist der Blick aber auch wegen Lobos. Die dunkle, etwas unscheinbare kleinere Insel vor Fuerteventura sieht nicht besonders einladend aus.

Auch von der anderen Seite - Corallejo auf Fuerteventura - sieht die Insel eher unscheinbar aus, macht aber doch neugierig. Von dort aus dauert die Überfahrt nur fünfzehn Minuten. Ich finde es dennoch reizvoll, einen Ausflug von Lanzarote aus zu machen - da kann man mehr Zeit auf dem Meer verbringen. Und mit etwas Glück kann man unterwegs Delfine beobachten.

Tatsächlich ist die unbewohnte Insel ein kleines Paradies - ein geschütztes und gepflegtes. Man kann dort wandern auf gut beschilderten Wegen, an einem Traumstrand baden oder in den Lagunen schnorcheln. Es gibt sogar ein kleines Museum. Für all das zusammen bleibt dennoch nicht genügend Zeit. Deshalb ist es beinahe obligatorisch, noch einmal wiederzukommen. Lobos liegt in einem Biosphärenreservat und der Besuch dort muss angemeldet werden. Das wird bei einem der gebuchten Überfahrten bzw. Ausflüge miterledigt. Ich hatte kaum den Fuß auf die Insel gesetzt, da war mir schon klar, dass ich unbedingt wieder dorthin möchte.

Sehnsucht nach der Algarve

Die Fotos sind schon etwas älter. Wir würden gern noch einmal an die Algarve reisen, die Südküste Portugals. Das war unser erster und einziger Familienurlaub am Meer. Dort war der Atlantik in Strandnähe manchmal smaragdgrün. Aber das Wasser ist auch im Sommer relativ kühl und nicht so angenehm wie an den Stränden der Kanarischen Inseln.

Bei Armacao de Pera beginnt die Felsalgarve, die dort besonders schön ist: zwischen Felsformationen befinden sich wunderschöne Buchten mit Sandstränden. Am Abend der Anreise sind wir an den Strand gegangen und ich werde nie vergessen, wie wundervoll das Rauschen des Meeres war - zum ersten Mal nach Jahrzehnten. Und kaum waren wir am Strand, standen wir schon bis zu den Knien im Wasser - es war gerade Flut. Die Gezeiten waren dort deutlich zu spüren.

Die Goldküste bei Lagos. Dort würde ich gern mal schnorcheln!

Das Cabo de Sao Vicente - der südwestlichste Punkt des europäischen Festlandes bei Sagres. In Sagres würde ich gern mehr Zeit verbringen. Ein damals vierjähriges Mädchen war überzeugt davon, dass dort unten die Meerhexe Ursula aus "Arielle" lebt.