Dienstag, 29. September 2026

28.09.26: Im Lausitzer Seenland mit dem E-Bike unterwegs, 63 km

Das war nicht unsere erste Tour im Seenland, aber dennoch war etwas neu für uns: in Senftenberg war kein Leihfahrrad mehr zu bekommen. In den vergangenen Jahren hatte das auch noch kurzfristig funktioniert. Uns wurde der Fahrradverleih in Großkoschen, am anderen Ufer des Senftenberger Sees, empfohlen, und das war eine gute Alternative. Da wir mit dem Zug angereist waren, fuhren wir kurz nach neun Uhr mit dem Bus nach Großkoschen, und kurz danach öffnete auch der Fahrradverleih ganz in der Nähe der Bushaltestelle „Großkoschen Gasthaus“.

Die Auswahl an Fahrrädern war groß und ich bekam sogar ein E-Bike mit Rücktritt. Es fuhr sich fast so gut wie mein eigenes. Zuerst wandten wir uns von Großkoschen aus nach Geierswalde und zum Geierswalder See. Dort am Campingplatz wird derzeit gebaut. Ich freute mich schon auf den Partwitzer See – der dortige Strand ist eine meiner Lieblingsbadestellen. Und das sonnige Wetter war perfekt.

Am Strand waren nur wenige Leute und im Wasser war, während wir dort waren, niemand außer mir. Bei 15-16 Grad fand ich es noch angenehm und erfrischend, aber ich bin an kaltes Wasser gewöhnt. Wir wollten eine groß Runde fahren und deshalb entschieden wir uns, am Sedlitzer See zum Aussichtsturm „Rostiger Nagel“ abzubiegen und später wieder zurückzukommen, da wir nicht wieder zurück nach Senftenberg fahren, sondern nördlich um den Sedlitzer See herumfahren wollten. Unterhalb des Aussichtsturmes gibt es nun eine Aussichtsplattform mit Blick zu einem Bootsanleger, einen Spielplatz; es gibt mehr Fahrradstellplätze und mehr (teils überdachte) Sitzplätze am Imbiss. Wir machten dort Mittagspause und fuhren danach zurück Richtung Lieske. Den Aussichtsturm wollte ich dieses Mal nicht besteigen. Im August 2027 möchten wir wieder länger im Seenland sein und dann wäre wieder eine Gelegenheit dazu.

In der Nähe des Aussichtspunktes ist auch der Schwimmende Steg wieder zugänglich. Kurz vor Lieske wandten wir uns nach links und sahen auch einen Badestrand unten am Sedlitzer See. Erst seit diesem Jahr ist dieser Strand zum Baden freigegeben, und natürlich musste ich auch dort ins Wasser gehen. Es ist spannend, zu erleben, wie sich die Gegend verändert.

Weiter ging es zum Großräschener See. Der Sedlitzer See und der Großräschener See sind durch den Ilse-Kanal verbunden. Nun ist es auch wieder möglich, dort direkt nach Senftenberg abzubiegen. Wir fuhren aber nach Großräschen. Und noch ehe wir den Stadthafen mit den IBA-Terrassen erreichten, lockte der Strand. Auch dort darf man erst seit diesem Jahr baden, und ich nutzte diese Möglichkeit. Danach fuhren wir am Nordwestufer des Großräschener Sees zurück nach Senftenberg. Es gibt dort schöne Aussichtspunkte mit Informationstafeln.

Wir wohnten zwar in Senftenberg, mussten unsere Fahrräder aber nach Großkoschen zurückbringen. Die Busse fahren nicht häufig und wir ahnten schon, dass wir zu Fuß nach Senftenberg zurückkehren würden. Deshalb ließen wir schon einiges Gepäck in der Pension. Die Badesachen nahm ich aber mit. Es kam wie erwartet: der letzte Bus fuhr am Abend und deshalb liefen wir die sieben Kilometer am Seeufer zurück, was in der Nachmittagssonne sehr schön war. In Buchwalde am Senftenberger See gab es für mich den vierten und letzten Badestopp, bevor die Sonne unterging. Das war ein ausgefüllter Tag! Wie gut, dass wir im nächsten Jahr wiederkommen.

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