Montag, 29. Juni 2026

28.06.26 Auf dem Kammweg von Seiffen nach Olbernhau, 9,86 km, 194 Höhenmeter Anstieg, 333 Höhenmeter Abstieg

Nach dem guten Frühstück im Hotel wanderten wir hinunter nach Seiffen. Wir hatten uns den Weg zum Bus von der Touristeninformation beschreiben lassen und wussten auch, dass einige Haltestellen verlegt worden waren. Wir waren aber optimistisch, die richtige Haltestelle zu finden, zumal wir noch ausreichend Zeit bis zur Abfahrt hatten.

In Seiffen spürte man schon, dass es der heißeste Tag der Hitzeperiode sein würde. Wir fanden die Haltestelle, wo nach Fahrplan der Bus abfahren würde. Doch sicherheitshalber fragten wir noch mehrere hilfsbereite Einwohner. Schließlich wurde uns die Ersatzhaltestelle gezeigt, da die normale Haltestelle wegen einer Baustelle nicht bedient werden konnte. Da stellte sich die Frage, warum es dort nicht einen entsprechenden Hinweis gab. Wir waren dennoch guter Dinge und warteten auf den Bus – der allerdings nicht kam. Noch eine Viertelstunde warteten wir, dann machten wir uns zu Fuß auf den Weg Richtung Wettinhöhe, wo der Kammweg verlief. Wir sind in Dresden und Umgebung ziemlich verwöhnt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, die auch im Umland überwiegend zuverlässig verkehren. Hier, sagten wir uns, verlassen wir uns doch besser auf uns selbst. Und während wir unterwegs waren, fühlten wir uns fit und auch dieser letzten Etappe gewachsen.

Seiffen lag bald hinter uns. Hätten wir nicht die Tagesfahrt in der Vorweihnachtszeit mit viel Zeit für Museen und Schauwerkstätten gehabt, wäre ich wohl enttäuscht gewesen. Im Sommer ist in Seiffen nicht so viel zu sehen, vieles ist geschlossen. Bald ging es in den Wald hinein und irgendwann auch wieder abwärts nach Hirschberg, das schon zu Olbernhau gehört. Unterwegs kamen wir an einer Quelle vorbei, und einer dort angebrachten Tasse zufolge handelte es sich um Trinkwasser. Christian konnte seine Trinkflasche auffüllen, und auch ich kostete das angenehm kühle Wasser.

Bei Hirschberg führte der Kammweg aber gleich wieder auf eine Anhöhe, was dann doch eine Herausforderung war, denn es war sehr warm geworden. Wieder ging es ins Tal hinein, und nun wichen wir vom Kammweg ab und folgten dem Zechenweg. Die Navigation führte uns an Straßen entlang bis zum Hotel. In Olbernhau gibt es ein schönes Schwimmbad. Es war gut besucht, aber nicht überfüllt, und da wir mit der Gästekarte freien Eintritt hatten, nutzten wir die Möglichkeit zur Abkühlung. Dann kam das erste Gewitter, das wir aber in einer Gaststätte aussitzen konnten. Bei unserer Abreise am nächsten Tag hatten wir Glück. In der App war eine Teilstrecke mit Schienenersatzverkehr angekündigt, doch als wir am Bahnhof ankamen, hieß es plötzlich, dass die Fahrt ausfällt. Der Ersatzbus kam trotzdem und so konnten wir problemlos nach Dresden zurückkehren.

Mehrtagestouren oder Fernwanderungen haben einen besonderen Reiz, doch wir werden wegen der zunehmend unbeständigen Wetterlagen wohl in Zukunft davon Abstand nehmen und überschaubare Touren unternehmen.

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