Sonntag, 1. Mai 2016

26.04.16 Thorwalder Wände

Am heutigen Tag soll das Wetter am schlechtesten sein. Die Aktualisierung verspricht dann doch eine Verbesserung ab Mittag. Der Wirt unserer Unterkunft empfiehlt uns als Schlechtwetter-Variante, den Weg unterhalb der Thorwalder Wände zu gehen, weil wir dort etwas geschützt sein würden und Aussicht hätten wir ja ohnehin nicht. Wir gehen den Hirschwaldweg hinunter zum Kirnitzschtal. Dieser Weg verläuft ungefähr parallel zum Malerweg, den wir gestern gegangen sind. Er ist aber etwas kürzer.

Weiter geht es bis zur Thorwalder Brücke, wo wir die Kirnitzsch überqueren und dem ausgeschilderten Wanderweg zum Zeughaus folgen. Kurz bevor wir dort ankommen, sehen wir einen Wegweiser zum Bärenfang. Diesen hatten wir im vergangenen Jahr bei einer Wanderung vergeblich gesucht. In einer Felsgrube wurden früher Bären gefangen, die man zu Tierhetzen nach Dresden brachte. An der Wegkreuzung am Zeughaus folgen wir dem grün-weiß markierten Wanderweg "Thorwalder Wände-Hickelhöhle", der gleichmäßig ansteigt und uns zunächst zu einem Waldstück mit abgestorbenen Kiefern führte. Es ist unglaublich still hier in der Natur, nur am Zeughaus haben wir ein paar Wanderer gesehen.

Unser Weg führt auf halber Höhe unterhalb der Thorwalder Wände, einem langgezogenen Felsmassiv, entlang. Das Besondere an dieser Tour sind die Ausblicke hinauf zu den Sandsteinfelsen. Die Hickelhöhle ist ziemlich groß. Hier führt der Wanderweg relativ steil über Stufen hinauf über die Felsen und wieder hinunter. Durch die Hinteren Pechschlüchte gelangen wir wieder zum Stimmersdorfer Weg und zur Stimmersdorfer Brücke über die Kirnitzsch. Nun wollen wir auch nicht den Malerweg nehmen, sondern eine andere Variante: den rot markierten Weg nach Hinterhermsdorf, der nur wenige Meter entfernt abzweigt.

Ein Stück hinter der Lindigthöhle verlässt der Weg die Lindigtstraße und geht durch den Wald bergauf. Wir folgen der Ausschilderung Lindigtblick/Brüdersteine. Einige hundert Meter weiter zweigt links ein Weg ab (grüner Punkt auf weiß), der zu beiden Aussichtspunkten führt. Wir haben den Fehler begangen, geradeaus weiter zu gehen, fanden aber nur Forstwege vor. Vom Lindigtblick hat man eine schöne Aussicht auf den Raumberg und die Umgebung. Zu den Brüdersteinen gelangt man über ältere, schon ein wenig ausgetretene Stufen, die an zwei Stellen mit Geländern gesichert sind. Die Aussicht ist ziemlich spektakulär, der Abstecher lohnt sich.

Der grün-weiße, später rot weiße Weg führt uns zurück nach Hinterhermsdorf. Wir erreichen den Informationspunkt an der "Waldhusche" und gelangen dann relativ schnell bis zum Ort, wo wir uns links herum Richtung Räumicht wenden. Zuletzt kommt sogar die Sonne heraus. Wir hatten typisches Aprilwetter: meist war es bedeckt, es gab ein, zwei Regen- und auch Graupelschauer. Zum Wandern war das Wetter aber durchaus geeignet. 21 Kilometer haben wir zurückgelegt.

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